Hubertusstammtisch mit Markus Stifter -Jagdfotografie versus Soziale Medien

Jagd und Soziale Medien welche Bilder sollen wir bei facebook und Co. veröffentlichen?

Mit diesen Fragen kam Markus Stifter, Pressesprecher des LJV Hessen am Freitag, den 16.11.2019 zu den Dillkreisjägern in das DGH Dillenburg-Donsbach zu uns an den Hubertusstammtisch.

Wie immer war der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt, ein Zeichen dafür, dass das Thema angesagt ist.

Jäger sind Botschafter

Jäger und Jägerinnen sind immer auch Botschafter für die Sache mit der Jagd und die Veröffentlichung privater Fotos oder Filmaufnahmen geschieht täglich tausendfach, mit diesen Worten begann Markus Stifter einen spannenden Vortrag, der alle Gäste bis zum Schluss mit Spannung auf die Plätze bannte. Facebook, Instagram sind geniale Plattformen für die Verbreitung von Bildern und Nachrichten. In Minutenschnelle werden Bilder rund um den Erdball sichtbar für jedermann, eine Privatsphäre ist nicht mehr gegeben.

Mit erschreckenden und darum sehr eindrucksvollen Beispielen führte Markus Stifter durch den Abend. Bilder erzählen Geschichten und sehr schnell können Bilder dem Zusammenhang einmal entrissen, etwas ganz Anderes aussagen.

Worüber jeder vor dem Posten nachdenken sollte

Darum lautete Stifters Appell an alle Jägerinnen und Jäger, Bilder mit Bezug zur Jagd nur dann in den sozialen Medien zu posten und zu teilen, wenn sie den respektvollen Umgang mit den Mitgeschöpfen widerspiegeln. Eine Veröffentlichung mit Bildern von erlegten Tieren sollte darum wohl überlegt sein. Unsachgemäß gelagertes Wild, die Nutzung von erlegtem Wild als Ablagemöglichkeit für Waffen und sonstige Ausrüstungsgegenstände und das unangebrachte Posieren neben, über oder auf dem Wildkörper tragen nicht zur Akzeptanz unserer Anliegen als Jäger bei. Soziale Medien sind auch keine Alternative zu einem handschriftlich geführten Schussbuch. 

Wer Bilder von erlegten Tieren veröffentlichen will, sollte unbedingt vorher überlegen und sich die Frage stellen: „Würdest du die Aufnahmen einer Freundin oder einem Freund ohne jagdlichen Hintergrund zeigen, während ihr zusammen frühstückt“? Ist die Antwort „nicht unbedingt“, sind die sozialen Medien kein Ort dafür.

Warum wir uns selbstkritisch sehen sollten

Das Gleiche gilt für die Handhabung von Waffen auf Bildern. Wir Jäger sind mit dem Recht ausgestattet Waffen zutragen, ein Privileg dem viele Menschen mit Argwohn begegnen. Die Aufnahme von Bildern oder Filmen, die den Umgang mit Waffen beinhalten, sollte darum mit der notwendigen Sensibilität geschehen.

Jäger haben ein gutes Image, das sollten wir nicht auf Spiel setzen

Gesellschaftliche besteht immer noch eine starke Akzeptanz für die Jagd. Jäger helfen vielen seltenen Arten und sorgen für Vielfalt: Sie verbessern Lebensräume und bejagen Fressfeinde und tragen bei zur Seuchenprävention und Wildschadensverhütung. Dieses gesellschaftliche Engagement gilt es darzustellen. Zeigen den Menschen, wofür Du Dich engagierst, wenn Du als Jäger erkennbar unterwegs bist. Das darzustellen ist unser gemeinsames Ziel. Gute Bilder und passende Texte sind dann eine große Unterstützung für die Sache mit der Jagd auch in den sozialen Medien.

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